Fachärzte für Innere Medizin, Allergologie, Pneumologie und Schlafmedizin
08.11.2013

Krebsrisiko durch Schlaf-Apnoe Syndrom erhöht

Die obstruktive Schlaf-Apnoe (OSA) ist bekanntermaßen mit einer Reihe von Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall, Bluthochdruck usw. vergesellschaftet. Ob auch das Krebsrisiko durch vermehrte nächtliche Atemaussetzer erhöht wird war Ziel der Untersuchung einer spanischen Forschergruppe um F.Campos-Rodriquez.
Es wurden in der Studie 4910 Patienten beobachtet, die wegen des Verdachts auf eine obstruktive Schlaf-Apnoe schlafmedizinisch untersucht wurden. In der nächtlichen Untersuchung wurden der prozentuale Anteil der Phasen mit einer erniedrigten Sauerstoffsättigung im Blut (unter 90%) und die Anzahl der Atemaussetzer pro Stunde (AHI) ermittelt. Anschließend wurden die Patienten durchschnittlich 4,5 Jahre nachbeobachtet.
In den Analysen konnte eindeutig gezeigt werden, dass mit zunehmender Verschlechterung der nächtlichen Sauerstoffsättigung eine Zunahme des Krebsrisikos zu verzeichnen war. Und dies trotz Berücksichtigung anderer Risikofaktoren wie Body mass Index, Raucherstatus oder Alkoholkonsum.
Gerade für Männer unter 65Jahre besteht ein Zusammenhang zur Anzahl der nächtlichen Atemaussetzer pro Stunde (AHI). Bei schwerer Schlaf-Apnoe mit einem AHI >43 erhöhte sich die Häufigkeit einer Krebserkrankung gegenüber der Gruppe mit einem AHI <18,78 um 66%.