Fachärzte für Innere Medizin, Allergologie, Pneumologie und Schlafmedizin
07.10.2013

Jetzt neue Schweregradeinteilung bei COPD

Bislang wurde der Schweregrad der COPD ausschließlich nach dem Lungenfunktionswert beurteilt. Dabei spielt die Einsekundenkapazität, der sogenannte „FEV 1 Wert“ die entscheidende Rolle.
Man teilte ein in mild, mäßig, schwer oder sogar sehr schwere COPD.
Jetzt erweitert man das Konzept, indem man zusätzlich die aktuellen Beschwerden des Patienten mit einfließen lässt, zum Beispiel über einen Fragebogen, den sie hier einsehen können. Entscheidend ist hierbei, ob die Summe im Fragebogen mehr oder weniger als 10 ergibt.
Zum dritten braucht man eine Information, wie häufig sich in den letzten 12 Monaten die COPD verschlechtert hat („exazerbiert“) ist.
Mit diesen drei Informationen des Lungenfunktionswertes, des Punktwertes vom Fragebogen und die Verschlechterungsanzahl der letzten 12 Monate teilt man nun die COPD in eine vier Felder Grafik ein.
Das mildeste Stadium wird jetzt mit A bezeichnet (im Fragebogen <10 Punkte, die Lungenfunktion >50% und höchstens eine Verschlechterung in den letzten 12 Monaten).
Schweregrad B bei mehr als 10 Punkte im Fragebogen, Lungenfunktion FEV 1 > 50% vom Vorhersagewert, höchstens eine Verschlechterung in den letzten 12 Monaten.
Schweregrad C im Fragebogen weniger als 10 Punkte und die FEV 1 < 50% oder zwei bzw. mehr Verschlechterungen in den letzten 12 Monaten.
Der höchste Schweregrad D wird erreicht, wenn im Fragebogen > 10 Punkte erzielt werden, wenn die FEV 1 <50% vom Vorhersagewert beträgt oder mehr als zwei Verschlechterungen in den letzten 12 Monaten zu verzeichnen waren.
Mit der neuen Einteilung will man der Erkenntnis Rechnung tragen, dass besonders die Verschlechterungen („Exazerbationen“) ein schwerwiegendes Problem für den Verlauf der COPD darstellen und damit besondere Beachtung in dem Therapiekonzept finden muss.